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Helena unter Nobel- Preisträgern

19. Oktober 2017, 19:38 von EKelle

Stipendiaten bei der Jahrestagung (Helena 1.R.stehend 3.v.l.) Bild Leopoldina

 

Mit einem Stipendium der Wilhelm-und-Else-Heraeus-Stiftung ausgerüstet, konnte in diesem Jahr auf Vorschlag des Gymnasiums und nach einem internen Bewerbungsverfahren, Helena Malich aus der 12. Klasse an der Leopoldina- Jahrestagung 2017 vom 22. bis 23. September in Halle an der Saale teilnehmen.

Die „Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina- Nationale Akademie der Wissenschaften“ ist eine der ältesten Wissenschaftsvereinigungen. 40 Stipendien wurden zur Teilnahme an Schüler vergeben, die 2018 ihr Abitur ablegen werden.

Die Jahrestagung fand zum Thema „Veränderbarkeit des Genoms – Herausforderungen für die Zukunft“ statt.

In diesem Jahr waren unter den Teilnehmern international renommierte Wissenschaftler, darunter Nobel- und Leibniz- Preisträger. Die Stipendiaten der Heraeus- Stiftung hatten Gelegenheit am vollen Vortragsprogramm der Tagung teilzunehmen und sich auch mit den Wissenschaftlern auszutauschen.

Desweiteren stand ein ganzer Tag zum Experimentieren im XLAB Göttingen auf dem Plan, bei dem selbst DNA geschnitten werden konnte.

 

Helena berichtet:

Erlebnisbericht über ein Schülerstipendium bei der Leopoldina

 

Auf Empfehlung des Humboldt-Gymnasiums Nordhausen wurde ich, Helena Malich aus der 12. Klasse, nominiert, an der diesjährigen Jahrestagung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle vom 21. bis 23. September teilzunehmen. Über 40 Nobelpreisträger sind bzw. waren Mitglieder dieser Akademie, der ältesten ihrer Art weltweit.

 

Es wurden hier wissenschaftliche Vorträge gehalten, die sich mit der Veränderbarkeit des Genoms als Herausforderung für die Zukunft beschäftigten. Ich konnte einen ersten Einblick gewinnen, wie komplex und vielfältig Naturwissenschaften sein können.

 

Besonders beeindruckt hat mich ein Vortrag über die Präzisionschirurgie in Pflanzengenomen von Leopoldina-Mitglied Ralph Bock. Neu für mich war, dass in genveränderten Lebensmitteln neben den oft diskutierten Risiken auch Chancen bestehen, die Menschheit gesünder und effektiver zu ernähren. Außerdem durfte ich einem Referat von Frau Emmanuelle Charpentier, ebenfalls Mitglied der Leopoldina, über ihre neue Erfindung des CRISPR/Cas9-Verfahrens folgen. Es handelt sich hierbei um eine Methode zum gezielten Schneiden und Verändern von DNA (Genome Editing).

 

Im Gespräch mit Wissenschaftlern wurde mir ein Einblick in potenzielle Studiengänge ermöglicht. Dass einige Forscher von sich aus ein Gespräch suchten, hat mich ziemlich überrascht, denn als Schüler fühlte ich mich besonders anfangs weit entfernt von ihnen und der gesamten Thematik.

 

 Im Anschluss an die drei Tage Gemeinschaft mit 40 anderen Jugendlichen aus ganz Deutschland haben wir Halle verlassen und konnten im Rahmen eines Praktikums das erworbene Wissen im XLAB (Experimentierlabor für junge Leute) in Göttingen umsetzen, was mir viel Freude bereitete. Es wurde uns dabei ermöglicht, selbst die DNA von Milchsäurebakterien zu extrahieren und zu schneiden.

 

Für die Unterstützung, die mir die Teilnahme und damit ein einmaliges Erlebnis ermöglichte, möchte ich mich hiermit bedanken.

 

 

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