Neue Humboldtianer begrüßt

nnz online berichtet am 10.08.2017

Für die jüngsten Schüler des Nordhäuser Humboldt-Gymnasiums begann der neue Abschnitt ihrer schulischen Laufbahn heute mit einem Geschenk. Der Schulförderverein und der stellvertretende Schulleiter begrüßten ihre Neuzugänge...


Der stellvertretende Schulleiter Volker Vogt versüßte den Schulanfang am Gymnasium mit einer Zuckertüte (Foto: Humboldt Gymnasium Nordhausen)
Traditionell übergab Tino Pförtner, der Vorsitzende des Schulfördervereins, den neuen Humboldtianern ein Vereinsshirt in den Farben der Rolandstadt... 

Der stellvertretende Schulleiter Volker Vogt versüßte den Schulanfang am Gymnasium mit einer Zuckertüte.

Diamantenes Abitur - nnz-online vom 22.06.2017

EHEMALIGE PENNÄLER DER 12 A DER HUMBOLDT-OBERSCHULE FEIERTEN:

Diamantenes Abitur

1957 machten sie ihr Abitur am heutigen Humboldt-Gymnasium. Die Umstände führten die jungen Damen und Herren in den Jahren danach in alle Himmelsrichtungen. Alle machten beruflich ihren Weg und von sich reden. Einige schlugen eine medizinische Laufbahn ein, erwarben den Doktortitel...

Diamantenes Abitur (Foto: Kurt Frank)

Nordhausen. Jürgen Steinmüller, Sohn eines bekannten Nordhäuser Frauenarztes, verschlug es nach Aachen, wo man ihn als Zahnarzt kannte. Ernst-Eckardt Schumann, in der Klasse der Lange genannt, wohnt nach seinem Ruhestand als Mediziner heute in Hattdorf. Irene Buchmann (geborene Steinecke) machte sich als Kinderärztin in Blankenburg einen Namen. Annelies Wernicke, die aus München anreiste, erwarb den Doktortitel in Geschichte. Als Lektorin arbeitete sie in einem Verlag. Apothekerin wurde Karin Hartwig (geb. Lierse), die in Koblenz Wurzeln schlug.
Andere blieben ihrer Stadt und dem Osten treu. Die in Gotha wohnende Erika Sinnig (geb. Volke), entwickelte sich zu einem Sprachgenie, dolmetschte in Russisch und Englisch. Helmut Pietruska, wohnhaft in der Karolingerstraße, verdiente sich sein Geld als Berufschullehrer im Hochbaukombinat. Wolfgang Dornemann vom Schurzfell als Diplomingenieur in der Nobas, Krimhild Hartmann (geb. Bierwirth) aus der Grimmellalle als Dispatcher bei der Bahn..

Aus den Augen, aus dem Sinn? Jahrzehnte waren dem so. Eines Tages aber kam Karin Hartwig auf den Gedanken, ein Klassentreffen zu organisieren. Das war 1997. 40 Jahre nach dem Abi. Weil es den ehemaligen Pennälern so gut gefiel, vereinbarten sie, sich fortan regelmäßig irgendwo einzufinden.

Jetzt trafen sie sich wider. Zum zehnten Mal. Immer schon war das Klassentreffen ein Ereignis. Diesmal aber war es was Besonderes: Diamantenes Abitur. Und wieder, wie an neun vorangegangenen, war das Organisationstalent Wolfgang Dornemanns gefragt. Erneut wuchs er über sich selbst hinaus. Sein Programm blieb ohne Kritik: Unter anderem Tabakspeicher, Traditionsbrennerei, Kaminstube im „Hotel am Stadtpark“, wo man sich das Essen schmecken ließ.

In schöner Erinnerung bleibt das Goldene Abitur. Ralf Köthe, Direktor des Humboldt-Gymnasiums, hatte die Goldenen der einstigen 12 A in der Aula willkommen geheißen. In festlicher Form erhielten sie eine Jubiläums-Medaille. Auf der Vorderseite das Bildnis Wilhelms von Humboldt, hinten die Zahl 50 eingeprägt.

Wenn sich die heute 78 -und 79-Jährigen die Zeit an der damaligen Humboldt-Oberschule in das Gedächtnis rufen, dann werden Höhen und Tiefen, auch zarte Liebesbande, Freude und Prüfungsängste wach. Vor dem Abschied blieb genügend Zeit für anregende Gespräche. Es soll nicht das letzte Klassentreffen gewesen sein. Alt, war zu hören, sei man nicht als Veteran. Alt sei, wer den Mut verliert und sich für nichts mehr interessiert. Zwar sei man in die Jahre gekommen, aber jung geblieben. Bis zum nächsten Mal.
Kurt Frank

Olfaktorische Zeitreise TA vom 17.06.2017

Peter Cott unternahm wie viele Nordhäuser diese Woche eine Reise in die Vergangenheit Wer am Donnerstag die Abschiedsfeier des Humboldt-Gymnasiums besuchte, hätte es mit der Angst zu tun bekommen können. ... 

Wer am Donnerstag die Abschiedsfeier des Humboldt-Gymnasiums besuchte, hätte es mit der Angst zu tun bekommen können. Zufrieden strahlende Gesichter blickten mit entrückten Blick auf Räume, deren Putz bereits bröselt wie luftiger Blätterteig. Sahen diese Leute nicht den Sanierungsbedarf ? Man musste sich doch schwer wundern. Mancher ließ sich gar zu einem „Ach“ hinreißen, während einem Ehemaligen entfuhr: „Es riecht hier nach meiner Jugend“. Alles was ich riechen konnte, war alter Linoleumboden, dem es glücklicher- weise in den kommenden drei Jahren durch die Sanierung der Schule an den Kragen geht. 

Den ganzen Freitag über grübelte ich über diesen Satz mit dem Geruch. Bis ich dann unsere Praktikanten nach ihrem ersten Artikel fragte, welches Gefühl sie hätten. Mit leuchtenden Augen, aus denen der Autorenstolz sprach, blickten sie auf die Kapitälchen mit ihren Namen, die vor jedem größeren Artikel stehen. Und plötzlich sah ich mit ihrem jugendlichen Blick noch einmal meinen ersten Artikel vor mir. Eine optische Zeitreise, ein toller Moment. 

So wie Donnerstag auch viele Humboldtianer noch einmal der Nase nach durch die Zeit in ihre alten Klassenräume reisten und sich erinnern durften.

 
Peter Cott 17.06.17

Auf Wiedersehen, altes Haus NNZ - ONLINE 15.06.2017

Die Sanierung der Oberstufe des Humboldt-Gymnasiums war lange ein Politikum. Heute nun verabschiedeten sich Schüler, Lehrer und Ehemalige vorerst von dem alten Gebäude. In den kommenden drei Jahren soll das Haus saniert werden. Gefeiert wurde das ganze mit einer großen Party. Bei Speis, Trank und Musik hatte man noch ein letztes mal die Möglichkeit, die alten Räume zu betreten...

Bye, bye Oberstufe - den Beginn der Sanierung am Humboldt-Gymnasium wurde heute ausgiebig gefeiert (Foto: Angelo Glashagel)
Vor gut 60 Jahren hat Wolfgang Dornemann hier seinen Schulabschluss gemacht. Vor ein paar Jahren hat er einmal die Gelegenheit genutzt und sich sein altes Klassenzimmer noch einmal angesehen. Viel habe sich nicht verändert, meinte der Ruheständler heute.

Ob 60, 20 oder 10 Jahre - der Oberstufe des Humboldt-Gymnasiums hat man ihr Alter schon lange angesehen. Eine Sanierung hätte schon vor zwanzig Jahren Sinn gemacht, sagte der stellvertretende Schulleiter des Gymnasiums, Volker Vogt, am Abend. Nun war die Aufgabe nicht länger aufzuschieben. "Wir standen vor der Zwangsschließung. So wie jetzt wäre es nicht weiter gegangen".

Die Causa Humboldt, sie hat die Stadt über die Jahre immer wieder beschäftigt. Die letzte große Sanierungsrunde liegt weit zurück, anno 1994 hatte man angefangen dem Schulteil in der Domstraße ein neues Antlitz zu verleihen. Mit der Oberstufe aber kam man nicht weiter, zwischendurch kursierten sogar Pläne das altehrwürdige Humboldt-Gymnasium ganz und gar aufzulösen. Erst im Jahr 2014 wurde der Stein der Sanierung richtig ins Rollen gebracht. "Damals haben wir ähnlich der evangelischen Kirche ganz mutig eine Dekade eingeleitet", erinnert sich Vogt, bis zum Jahr 2024, dem 500. Jubiläum der Schule, so die Hoffnung von Schulleitung und Förderverein, sollte die Sanierung der Oberstufe endlich Realität werden.

Nun wird die Vision also Wirklichkeit. Rund 13,5 Millionen Euro soll die Sanierung mitsamt dem Neubau kosten, inklusive Grundstückserwerb durch den Bauherren, die Service-GmbH, Komplettausstattung und Bauplanung. "Da ist vom Haken an der Wand bis zur Tafel alles dabei", sagte Landrat Matthias Jendricke, 33 Jahre lang wird der Kreis das Gebäude dann von der Service-Gesellschaft mieten. Die Hälfte der reinen Baukosten von etwa zehn Millionen Euro sollen aus Fördergeldern bestritten werden. Mit dabei ist dementsprechend auch das Land, Minsterin Keller gehörte heute ebenso zu den Gratulanten wie das Landratsamt. Turnhalle, Sportplatz und ein etwaige Mensa-Neubau am Spendekirchhof sind übrigens eigene Bauabschnitte. Hier ist die Planung noch nicht gänzlich abgeschlossen.

Sicher ist, dass die Schule für die nächsten drei Jahre umziehen muss. Den frischgebackenen Gymnasiasten der fünften und sechsten Klassen sowie den Abschlussjahrgängen will man in der Unterstufe in der Domstraße beste Bedingungen bieten. Die mittleren Klassenbereiche von der siebenten bis zur neunten Klasse finden auf dem Petersberg in den Räumen der jüngst ausgezogenen Berufsschule ihre temporäre Heimat. 

Leicht sei das alles nicht, sagte Vogt, "wir müssen improvisieren". Er sei aber froh, dass man die Klassen in einem Gebäude habe unterbringen können und sich nicht über die Stadt verteilen müsse. "Wir haben gewusst was auf uns zukommt. Das mag auch stressig sein, aber es ist positiver Stress", so Vogt. 

Immer mit gekämpft hat auch der Förderverein der Schule, mit über 400 Mitgliedern ein außerordentlich großer Schulförderverein. Man freue sich das es nun endlich geklappt habe, sagte der Vorsitzende des Fördervereins, Tino Pförtner, Dank gelte auch der Servicegesellschaft, die das heutige Fest ausgerichtet hat. Man hätte für die Veranstaltung Eintritt nehmen können, das habe man im Förderverein aber nicht gewollt, erzählte Pförtner, das Fest sei auch für die Nachbarn der Schule gedacht, die in den kommenden drei Jahren mit der Baustelle leben müssen. 

An Bagger wollte man heute Abend aber noch nicht denken, die werden ohnehin voraussichtlich erst im nächsten Jahr rollen. Heute sorgten Schülerinnen und Schüler, Lehrer und Ehemalige für die Beschallung. Während draußen auf der Bühne junge und jung gebliebene Bands aus den Reihen der Schule ihre Musik zum Besten geben konnten, wurde das Haus noch ein letztes mal für Besucher geöffnet und die Gelegenheit noch einmal einen Blick auf die sprichwörtliche Schulbank zu werfen wurde Rege genutzt.
Angelo Glashagel

Das Modernste seiner Art: Humboldt-Gymnasium wird zum Millionenprojekt TA 16.06.2017

Das Humboldt-Gymnasium wird für 13,7 Millionen Euro und mit breiter Förderung vom Land saniert. Am Donnerstag wurde dies gefeiert 

16. Juni 2017 / 09:59 Uhr

 
Allein die Ausstattung des künftigen Gymnasiums – von A wie Aula-Mobiliar bis Z wie Zeigestab – soll 1,5 Millionen Euro kosten. Insgesamt sind etwa 13,7 Millionen Euro veranschlagt. Foto: Peter CottAllein die Ausstattung des künftigen Gymnasiums – von A wie Aula-Mobiliar bis Z wie Zeigestab – soll 1,5 Millionen Euro kosten. Insgesamt sind etwa 13,7 Millionen Euro veranschlagt. Foto: Peter CottNordhausen. Letztmals saniert wurde das Humboldt-Gymnasium in Nordhausen, da war Landrat Matthias Jendricke noch Pennäler. Zwischen 1988 und 1990 habe er die damalige Erweiterte Oberschule besucht, blickte der SPD-Politiker am Donnerstagabend zurück in seine Schulzeit. Aber auch mit der Erneuerung des altehrwürdigen Gemäuers im Jahr der Einheit sei das Schulhaus nicht auf den Stand der Nachwendejahre gekommen, so Jendricke. 

Bis jetzt. 2020 soll das nach dem Bildungsreformer Wilhelm von Humboldtbenannte Schulhaus das modernste im ganzen Landkreis sein. „Tafel und Kreide wird es hier jedenfalls nicht mehr geben“, versicherte Gunnar Reuter, Geschäftsführer der Service-Gesellschaft des Landkreises Nordhausen. Denn vorübergehend haben hier nicht mehr Lehrer und Direktoren das Sagen, sondern Reuter, der das Großprojekt als Bauherr begleiten wird. Kosten in Höhe von 13,7 Millionen Euro werden hier für den ersten von drei Bauabschnitten veranschlagt. 

Fast wäre Abschiedsparty Abrissparty geworden

Bevor allerdings Westflügel und Dachgeschoss abgerissen und erneuert werden, bevor die Sporthalle zur Multifunktionshalle mit Mensa wird, wurde gestern erst einmal Abschied gefeiert. Viele Ehemalige und pensionierte Pädagogen begutachten noch einmal ihre alte Wirkungsstätte und feierten die alten Zeiten, während Politik und Schulleitung feierten, dass es überhaupt zur Sanierung gekommen war. 

 

Denn fast hätte die Abschiedsparty Abrissparty heißen müssen, erinnerte der Landrat an mühselige Diskussionen über Erhalt und Erneuerung des Hauses. Das Landesverwaltungsamt in Weimar habe von einer Sanierung in „schwierigen Gesprächen“ überzeugt werden müssen – gerade auch wegen der vermeintlich schlechten Perspektiven Nordthüringer Schulen.

Vermeintlich, weil die zwei Gymnasien der Rolandstadt im Thüringenschnitt gut dastehen: „Von den Schülerzahlen ist das Herder-Gymnasium die zweitstärkste Schule im Freistaat, und das Humboldt landet auf Platz zehn“, erklärte Jendricke. 

„Und wie diese Schüler hier lernen mussten, hat mir wirklich Unbehagen bereitet“, charakterisierte er den Ist-Zustand und wies dabei auch auf die Brand-Tragödie in London hin. Denn auch am Humboldt-Gymnasium müsse massiv am Brandschutz gearbeitet werden. 

Glücklicherweise habe dem aus Jendrickes Sicht „klammen Landkreis“ da das Thüringer Schulinvestitionsprogramm geholfen. Das Bauvorhaben in der Blasiistraße wird nun mit fünf Millionen Euro aus diesen Töpfen unterstützt. 

Dies sei der höchstmögliche Fördersatz, sagte Thüringens Bauministerin Birgit Keller(Linke) in ihrem Grußwort, in dem sie nur unschwer das Streitthema der vergangenen Wochen umschiffen konnte. „Eine leistungsfähige Kreisstadt braucht schließlich auch ein leistungsfähiges Gymnasium“, erklärte sie in Richtung der Gebietsreformpläne ihrer Regierung. 

 

  • „Leidenschaftliche Diskussionen ins kleinste Detail“ habe er mit den Bauplanern geführt, sagt der stellvertretende Schulleiter Volker Vogt.Nun kann es allerdings losgehen mit dem Umbau des Humboldt-Gymnasiums. Foto: Peter Cott„Leidenschaftliche Diskussionen ins kleinste Detail“ habe er mit den Bauplanern geführt, sagt der stellvertretende Schulleiter Volker Vogt.Nun kann es allerdings losgehen mit dem Umbau des Humboldt-Gymnasiums. Foto: Peter Cott 
Und auch von anderen Herausforderungen des Landes wusste Keller zu berichten. Zwar unterstütze der Freistaat seit 2015 die Schulträger mit zusätzlichen 150 Millionen Euro. Im laufenden Jahr werden beispielsweise 12 Schulbauprojekte – darunter das Humboldt-Gymnasium – gefördert. „Um aber den gesamten Sanierungsbedarf in Thüringen aufzuholen, müssten wir weitere 300 Millionen Euro investieren“, erklärte die Ministerin. 

 

Das Schlusswort geriet dann jedoch wieder optimistisch und gehörte dem stellvertretenden Schulleiter Volker Vogt. Seine Schüler hätten den Schulbau verdient. „Jahrelang brachten sie Spitzenergebnisse unter widrigsten Bedingungen“, stellte er fest. „Also packen wir es an und ziehen es durch“, forderte Vogt, bevor er die Schule abschloss. „Ich hatte immerhin unzählige Anrufe ehemaliger Schüler, die sich mit Werkzeugen Andenken abbauen wollen“, warnte er lächelnd vor der Gefahr, doch noch eine Abrissparty feiern zu müssen. 

Peter Cott 16.06.17

Sommerkonzert 2016 Oberstufenchor in der St.-Georg-Marien-Kirche Ilfeld

Humboldtianer brillieren beim Sommerkonzert in Ilfelder Kirche - TA vom 23.06.2016

Gisela Honold  aus Ilfeld  zum auGergewohnlichen  Konzert: Der Oberstufenchor  des Nord­ hauser Humboldt-Gymnasiums hatte  am   19.  Juni  in  Ilfelds St.-Georg-Marien-Kirche zum festlichen Konzert eingeladen. Oh, mein Gott, welch groB­ artige kilnstlerische Aussage! 

Etwa 65 Oberstufenschiller nahmen unter groBem Beifall vor dem Altar des Gotteshauses Aufstellung. Nach herzlicher BegrilBung durch Direktor Ralf Gerhard Kothe sowie Chorleiter und Domkantor Thomas Hofe­ reiter gab es schon die erste Dberraschung: Stefan Vanselow komponierte einen Kanon, in dem sich alle Stimmen - von Sopran, Alt, Tenor bis Bass - vorstellten, um dann zu einem machtigen Gesamtchorklang aufzusteigen.

 

 


Thüringens größter wird 20

Dienstag, 18. März 2014, 06:45 Uhr

Am 18. März 1994 wurde die Vereinigung ehemaliger Schüler und Förderer des Wilhelm-von-Humboldt-Gymnasiums in Nordhausen gegründet. Aus den 69 Gründungsmitgliedern sind mittlerweile 480 Mitglieder geworden...


Am 18. März 2014 begeht der größte Schulförderverein in Thüringen sein 20-jähriges Jubiläum. Die Initiative zur Gründung ging vom ehemaligen Schüler und heutigen Ehrenvorsitzenden Dr. Dirk Schmidt aus Bad Honnef aus.

 

Der Förderverein ermöglicht eine dem Vereinszweck entsprechende Arbeit für das Humboldt-Gymnasium; der ideellen und materiellen Förderung der Ausbildung und Erziehung seiner Schülerinnen und Schüler. Entsprechende Beispiele dieser dauerhaften Unterstützung sind die kostenlose Übergabe von Vereins T-Shirts an die „Neuankömmlinge“ der 5. Klassen, die finanzielle Beteiligung am traditionellen Weihnachtskonzert, der Sportlerfahrt, die Vergabe von Stipendien zur Sommer-Akademie, die Vergabe des mit 250 EUR dotierten Humboldtpreises und viele weitere.
 
Die Möglichkeit der Umsetzung der beispielhaft genannten Unterstützungen verdankt der Verein nicht nur den Mitgliedsbeiträgen (1,50 EUR pro Monat) seiner knapp 500 Mitglieder, sondern auch vielen Spenden von Privatpersonen und Unternehmen. Welche Projekte mit den Geldern unterstützt werden, entscheidet der Vereinsvorstand gemeinsam in seinen rund alle zwei Monate stattfindenen Treffen.

Deutsch ist langweilig? Nicht mit Harald Martenstein.

DIE ZEIT ONLINE

Die Kolumne ist Teil des Thüringer Lehrplans. Doch nicht alle Schüler sind mit der Kolumne gut Freund. Deshalb wünschte sich Schülersprecher Maximilian Heise einen Besuch von ZEIT-Kolumnist Harald Martenstein. Damit auch der letzte Deutsch-Muffel zum Fan wird.

1 von 9 | Harald Martenstein zu Gast am Nordhäuser Wilhelm von Humboldt Gymnasium

Für die Oberstufe des Nordhäuser Wilhelm von Humboldt Gymnasiums war der 27. April 2012 ein besonderer Schultag. Die 12. Klassen feierten in bunten Kostümen und mit Trillerpfeifen ihren letzten Unterrichtstag, die 11. Klassen bekamen Besuch von Harald Martenstein.

Diesen Besuch hatte sich Schüler Maximilian Heise, 18 Jahre alt, gewünscht: „Der Deutschunterricht zählt nicht unbedingt zu den beliebtesten Fächern. Die Kolumne hat riesiges Potenzial, für mehr Begeisterung an unserer Sprache zu sorgen, doch leider wird das von Lehrern nicht genug ausgeschöpft. Nur jemand wie Harald Martenstein weiß damit wirklich umzugehen; er hat das Zeug dazu, diese „Deutsch ist gleich langweilig“-Haltung zu ändern.“

Für Anti-Langeweile im Deutschunterricht sorgte Harald Martenstein. In der Schulaula las Harald Martenstein einige seiner Kolumnen vor, sorgte damit für gute Unterhaltung und beantwortete den rund 100 Schülerinnen und Schülern ihre Fragen.

So erfuhren die Jugendlichen, dass Martenstein nach dem Abitur eigentlich Lehrer werden wollte. Doch das frühe Aufstehen und eine einjährige Lehrerfahrung in Frankreich haben ihn davon abgehalten. Pech für das Schulsystem, Glück für alle ZEIT-Leser.

Dabei verriet Martenstein, dass er neuerdings einen Hund besitze und er Ähnlichkeit mit ihm im Aussehen habe. „Mein Hund kommt aus dem Tierheim, ist etwas strubbelig. Er hat auch schon Leute gebissen. Ich dagegen habe noch niemanden gebissen“, so Martenstein, der zugab, dass er nicht bei Facebook zu finden sei, weil Schreiben für ihn Arbeit bedeute. Apropos Schreiben. Allen schreibwütigen Schülerinnern und Schüler gab Harald Martenstein ein paar Schreibtipps: „Bleiben Sie ganz bei sich und schreiben Sie keinen Bullshit.“

Auf die Frage, ob es Tabuthemen gebe, die nicht gedruckt würden, sagte Martenstein: „Nein. Humor gedeiht schließlich dort, wo es kniffelig wird.“

Quelle und mehr: http://www.zeit.de/angebote/schulzeit/nordhausen/index