Klimahysterie- Unwort des Jahres 2019

2020-01-16 08:46 von EKelle

Von unabhängigen Fachleuten wurde am 14. Januar des gerade begonnenen Jahres „Klimahysterie“ zum Unwort erklärt. Diskreditierung von Klimaaktivisten, Umweltverbänden, besorgten Bürgern, namhaften Wissenschaftlern und nicht zuletzt der „Fridays for Future“ Bewegung, sei mit diesem abwertenden Begriff verbunden, so die Medien.

Durch erhöhte Temperaturen der Weltmeere sterben gerade über eine Million Trottellummen an der Westküste der USA, die Feuer lodern in extremen Umfang in Südamerika und Australien- alles weit weg. Was geht es uns an? Der Biathlon-Weltcup in Oberhof konnte nur mit Kunstschnee abgehalten werden, die Dürre in Deutschland wird nicht durch die Regenfälle aufgefangen, in den Wäldern des Harzes fällt so viel durch den Borkenkäfer geschädigtes Holz an, wie noch nie und das Skilager in St. Andreasberg ist keines ohne Schnee. Was geht es uns an?

Diese Fragen stellen sich seit Wochen die Schüler*innen des Wahlunterrichtes Naturwissenschaft der Klasse 10. „Lebensräume verändern sich in großen Zeiträumen“ ist das Thema. Sie haben sich solche Veränderungen über 300 Millionen Jahre durch verfügbare Nachweise angesehen, haben auch die verändernden Wirkungen menschlichen Handelns bis in die Gegenwart und bis vor die eigene Haustür verfolgt: Waldsterben im Harz, Bauernproteste in Deutschland, Konsum und Regenwaldzerstörung bis hin zu Verhältnissen und Erfordernissen in unserer Schule.

Live war der Kurs der Klimakonferenz in Madrid zugeschaltet. Wie das ging? Die 10. Klässler haben ein Webinar des Volkshochschulverbandes am 11. Dezember 2019 in den Räumen der Volkshochschule genutzt. Hochkarätige Wissenschaftler stellten globale Zusammenhänge und aktuellste Forschungsergebnisse zum Klimawandel vor. Es wurde also von der Gruppe gestreamt und sich damit explizit nicht klimafreundlich verhalten. Für Server und Rechenzentren in Deutschland werden aktuell jährlich 13,2 Milliarden kWh Strom verbraucht. Das ist der Energieverbrauch von Berlin. (Quelle: eon)

Die Bundesregierung handelt schon, das EU- Parlament hat ein milliardenschweres Programm vorgestellt zur CO2- Reduktion. Das Klimapaket für Deutschland liegt vor, am 15. Januar 2020 wurde ein Konsens zum Kohleausstieg zwischen den Bundesländern erzielt, gleichzeitig wurden Klagen eingereicht, dass dieses Paket nicht weit genug reicht. Wo ist ein Statement der Betroffenen, der Generation, die die Folgen der aktuellen Politik ertragen werden wird? „Was geht es uns an? Wir kaufen doch bio.“(zeit de./wissen/Umwelt)

Also was tun? Die Schüler*innen der 10. Jahrgangsstufe haben Antworten und auch Fragen anzubieten. Es gibt eine Präsentation und auch Poster, die nach Standards erstellt wurden.

Sie können bei einer „wissenschaftlichen“ Klimakonferenz auch an unserer Schule vorgestellt werden. Der Schülerrat ist informiert und angesprochen.

Eva-Maria Kelle

 

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