Politik zum Anfassen

2019-09-28 21:03 von MBossog

In einem Monat wird der Thüringer Landtag neu gewählt. An einem besonderen Projekt vom Verein "Demokratie zum Anfassen" nahmen am Freitag die 11.- Klässler des gA- Sozialkundekurses teil. Dabei durften die Schüler als Parlamentarier agieren, indem eine Sitzung des Thüringer Landtags mit aktuellen politischen Themen insziniert wurde. Schule soll nicht nur aus Pauken und Lernen bestehen. Im Gegenteil: die Schüler müssen bestimmte Prozesse einmal selbst durchführen, um sie besser verstehen und nachvollziehen zu können. Demokratie besteht aus Interessenausgleichen und kontrovers geführten Diskussionen. Die Kursteilnehmer wurden am Anfang des Projekts in Fraktionen eingeteilt. Dabei musste jede Fraktion einen Sprecher bestimmen. Anschließend sollten in jeder Fraktion Pro- bzw. Contra- Argumente für die inhaltlichen Schwerpunkte der Sitzung gefunden werden:

 

TOP 1: Führen von Bodycams bei Polizisten

TOP 2: Begleitetes Fahren ab 16

TOP 3: Impflicht

TOP 4: Thüringen als sicherer Hafen für Flüchtlinge.

 

Nachdem sich die Fraktionen zu den einzelnen Tagesordnungspunkten ausgetauscht haben, kamen sie zur Landtagssitzung zusammen. Dabei durften die Fraktionen zu jedem Thema Änderungsanträge formulieren, welche wiederum zur Abstimmung standen. Jeder einzelne TOP wurde den "Abgeordneten" zur Abstimmung und Diskussion vorgelegt. Dabei bestand kein Fraktionszwang, sodass die Schüler nach dem Austausch der Argumente frei entscheiden durften.

Demokratie und Politik betrifft uns alle und vor allem muss sie junge Menschen ansprechen, um letztendlich einer Politikverdrossenheit entgegenzuwirken. Die 11.- Klässler konnten mit diesem Workshop einen Einblick in die Abläufe einer Landtagssitzung gewinnen. Demokratie heißt eben nicht nur wählen zu gehen, sondern eben auch die Meinung der Opposition zu akzeptieren, Mehrheiten zu suchen oder auch einen Konsens bei unterschiedlichen Ansichten herbeizuführen.

 

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