Hohe Anspannung und originelle Lösungen

2018-11-15 09:25 von RKöthe

Mathematik-Olympiade auf regionaler Ebene.  Herzliche Gratulation zu den Ergebnissen .

 

Mancher möchte fragen: Ja, gibt es die denn immer noch? Denn im Vergleich zu andern Aktivitäten im schulischen Alltag ist es um diese hohe Kunst der Begabungsförderung eher ruhig geworden. Wo ist die Sensation, wenn originelle Lösungen, noch dazu mathematischen Inhalts am Ende eines langen Wettbewerbstages „zutage treten“.

 

Gerade deshalb ist es notwendig, einen Blick auf die lange Tradition und den Mehrwert dieser Olympiade zu werfen.

Der Verein „Mathematik Olympiaden e.V.“ als Träger der Mathematik Olympiaden in Deutschland erkärt dazu: Die Mathematik-Olympiade ist ein jährlich bundesweit angebotener Wettbewerb, an dem über 200.000 Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Sie hat eine bis in das Schuljahr 1961/62 zurückreichende Tradition.

Die Mathematik-Olympiade bietet allen interessierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre besondere Leistungsfähigkeit auf mathematischem Gebiet unter Beweis zu stellen. Der nach Altersstufen gegliederte Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 3 erfordert logisches Denken, Kombinationsfähigkeit und kreativen Umgang mit mathematischen Methoden. Die Teilnahme am Wettbewerb regt häufig zu einer weit über den Unterricht hinausreichenden Beschäftigung mit der Mathematik an.

In den unteren Klassenstufen dominiert als Motiv oft der Spaß am rational-logischen Denken.

Bei den Älteren besteht das Interesse dagegen mehr darin, eigene mathematische Fähigkeiten an der Bearbeitung anspruchsvoller Aufgaben zu erproben, zu festigen und weiterzuentwickeln.

 

Gestern schrieben in der Aula der Domstraße 30 Schülerinnen und Schüler  die Regionalklausur der Mathematikolympiade

Sie hatten sich in Vorrunden, durch Wettbewerbsteilnahmen oder Wettbewerbsplatzierungen der vergangenen Jahre qualifiziert. Der Weg zum Regionalfinale steht prinzipiell jedem/ jeder Schüler/in offen, der/ die sich den Aufgaben der Schulstufe stellt, die von den Mathematiklehrern/innen angeboten werden. Die Verteilung der Aktiven aus den Klassenstufen sah in diesem Jahr am Humboldt-Gymnasium so aus:

Klassenstufe 5:5 Schüler/innen, Klassenstufe 6:5 Schüler/innen, Klassenstufe  7:2 Schüler/innen, Klassenstufe 8:4 Schüler/innen, Klassenstufe 9:6 Schüler/innen, Klassenstufe 10: 2 Schüler/innen , Klassenstufe 11/12:6 Schüler/innen

 

Eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre war beim Betreten des Klausurraumes sofort zu spüren. Die zentralen Aufgabenstellungen für jede Klassenstufe sind persönliche Herausforderungen und ein guter Gradmesser für die mathematische Problemlösungskompetenz, da sie sich inhaltlich nicht unmittelbar am Schulstoff orientieren. Auch die Zeitdauer der Bearbeitung ist unterschiedlich. Bemerkenswert sind der große Einsatz und der mathematische Ehrgeiz der Teilnehmer/innen aus den höheren Klassenstufen. Viele von ihnen sind im positiven Sinn „Wiederholungstäter“ . Sie analysierten, knobelten, tüftelten und schrieben über den vollen Zeitraum von 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr.

Da war es für sie und alle anderen gut, dass ein „kleines Energie-Buffet“  bereitstand, um sich zu stärken und die Motivation zusätzlich zu erhöhen. Herzlichen Dank dem Sponsor und den Organisatoren.

Am Nachmittag trafen sich dann die beteiligten Mathematiklehrer/innen der Gymnasien zur zentralen Korrektur in Bleicherode. Ein „Aufgabenberg“ von über 300 Aufgaben musste korrigiert, bewertet, diskutiert und auch zweitbewertet werden, damit die „Mathematik-Olympioniken“ die Ergebnisse möglichst am nächsten Tag erfahren können. Ein großes Dankeschön für diese Leistung und für das ehrenamtliche Engagement, diesen mathematischen Wettbewerb den Kindern und Jugendlichen zu erhalten.

 

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