Landesfinale „Jugend forscht“ – Ein Erfahrungsbericht

2016-06-23 12:23 von RKöthe

Landesfinale „Jugend forscht“ – Ein Erfahrungsbericht - Von Thao Nguyen, 10/3 und Lucas Igla,11/1

„Neues kommt von Neugier“, lautete das diesjährige Motto des bundesweiten Wettbewerbes „Jugend forscht“, bei dem sich seit nunmehr 51 Jahren wissbegierige und innovativ-kreative Heranwachsende in Fachbereichen wie Biologie, Chemie oder Mathematik/Informatik miteinander messen.

Im hiesigen Regionalfinale an der Hochschule Nordhausen war unser Gymnasium zahlenmäßig am stärksten vertreten und gleichzeitig auch die erfolgreichste Schule Nordthüringens.  Vier Teams qualifizierten sich für das Landesfinale, welches sich Anfang April an der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena abspielte. Wir waren eine dieser Projektgruppen.

Wir, das sind Lucas Igla und Alina Teichmüller aus der Klassenstufe 11 und Thao Nguyen aus der Klasse 10. Im Vorfeld der Wettbewerbe analysierten wir mathematisch in Kooperation mit der Hochschule Nordhausen das Brettspiel „Tempo, kleine Fische!“ vom Ravensburger Verlag und überlegten uns Regeländerungen, die das Spiel fairer gestalteten.

Klingt langweilig? War es aber nicht!

 

Ein wenig aufgeregt machten wir uns nun, nachdem wir erfolgreich die erste Hürde, das Regionalfinale genommen hatten, früh morgens mit dem Zug auf den Weg nach Jena. Die Fahrt verbrachten wir in Angespanntheit, wieder und wieder wurde der lang vorbereitete Vortrag geübt und durchgesprochen. In Jena angekommen und unseren Stand ansprechend gestaltet (siehe Foto), vollzog sich relativ rasch der Rundgang der Juroren, bei dem es galt, die Forschungsergebnisse zu verteidigen, sie mündlich darzulegen. Nach diesem Rundgang der Jury, die teilweise mit (netten) Professoren gespickt war, waren wir mehr als nur erleichtert, dass alles geklappt hatte. Naja, fast alles zumindest.

In der Folge bekamen wir einen Einblick in die Hochschule, indem uns geduldige Hochschullehrer ihr jeweiliges Spezialgebiet näher erläuterten. So lernten wir beispielsweise die Funktionsweise eines Elektronenmikroskops kennen oder die Weiterverarbeitung bestimmter Kunststoffe.

Das festliche und sehr leckere Abendessen, auch Galadinner genannt, hatten sich wirklich alle nach diesem anstrengenden und auch nervenaufreibenden Tag verdient.

Am nächsten Morgen konnten die vielseitigen Arbeiten, die von Geo- und Raumwissenschaften bis hin zur Technik reichten, von der Öffentlichkeit besichtigt werden. Für uns Teilnehmer bot sich dann auch die Gelegenheit mit den anderen Teams in Kontakt zu kommen, sofern dies nicht schon längst am Vortag nach der Ankunft geschehen war. Es herrschte nicht, wie von vielen zuvor befürchtet, ein Konkurrenzdruck, vielmehr existierte eine lockere und entspannte Atmosphäre.

Nachdem an die Begehung durch die Öffentlichkeit anschließenden Mittagessen fand dann endlich die langersehnte Preisverleihung statt, zu der unter anderem die Thüringer Bildungsministerin Frau Dr. Birgit Klaubert eingeladen wurde. Nach einer spannenden Podiumsdiskussion und musikalischen Beiträgen wurden auch wir überraschend auf die Bühne aufgerufen und konnten uns über einen 3. Platz im Landesfinale freuen. Das ist insofern super, als dass das Niveau der Projekte der Spezialgymnasiasten für „Normalos“ fast unerreichbar ist.

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei unserer Betreuerin Dipl. Math. Christin Heinke für ihre Unterstützung und ihre Geduld bedanken.

Wenn auch ihr jetzt ebenfalls Lust bekommen habt, eine solch tolle und unvergessliche Erfahrung zu machen, dann überlegt euch doch ein Thema, zu dem ihr gerne mal Forschungen anstellen wollt, oder es vielleicht sogar schon getan habt, und bewerbt euch einfach bis zum 30.11.2016 unter www.jugend-forscht.de. Unterstützung könnt ihr dazu im Schülerforschungszentrum der Hochschule bekommen. Meldet euch bei Interesse einfach bei Christin Heinke unter heinke@hs-nordhausen.de.

Manchmal reicht schon eine kleine Idee!

 

Von Thao Nguyen, 10/3 und Lucas Igla,11/1

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